02.07.26

Statement der CDU-Fraktion zur Absage der Bit-Galerie


Mit der endgültigen Absage der Bit-Galerie endet ein Projekt, das die Stadt Bitburg über viele Jahre geprägt und begleitet hat. Als CDU-Fraktion bedauern wir diese Entwicklung ausdrücklich. Wir hätten uns die Realisierung der Bit-Galerie als starken Impuls für die Belebung unserer Innenstadt, den Einzelhandel und die Attraktivität Bitburgs gewünscht.


Gleichzeitig bringt diese Entscheidung nun Klarheit. Nach Jahren der Unsicherheit ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft unserer Innenstadt neu zu gestalten. Bitburg braucht jetzt einen professionell moderierten Masterplanprozess, in dem Politik, Verwaltung, Eigentümer, Einzelhandel, Bürgerinnen und Bürger, Gewerbeverein sowie potenzielle Investoren gemeinsam eine tragfähige Zukunftsperspektive für das Quartier entwickeln. Nur ein transparenter und strukturierter Beteiligungsprozess schafft Akzeptanz und führt zu einem nachhaltigen Ergebnis.


Für uns steht fest: Die Entwicklung des rund 20.000 Quadratmeter großen innerstädtischen Quartiers muss zur höchsten städtebaulichen Priorität werden. Dabei hat die zeitnahe Realisierung z.b. einer Parkgarage am Bedaplatz hohe Priorität. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gut erreichbare Innenstadt, die Stärkung des Einzelhandels und die Ansiedlung beziehungsweise den Erhalt wichtiger Einrichtungen – etwa eines Kinos oder weiterer publikumswirksamer Angebote.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich seit Beginn der Planungen grundlegend verändert. Viele Annahmen von damals tragen heute nicht mehr. Umso wichtiger ist es, jetzt mit einer realistischen und zukunftsorientierten Strategie zu handeln. Wir brauchen eine konsequente Aufwertung der städtischen Achse von der Fußgängerzone bis zum Bedaplatz. Die Chancen des Sanierungsgebiets müssen konsequent genutzt und moderne Planungsinstrumente wie ein digitaler Stadtzwilling eingesetzt werden.


Die Innenstadt ist die Herzkammer unserer Stadt. Sie ist nicht nur Einkaufsort, sondern auch Begegnungsraum, Identifikationspunkt und ein wesentlicher Standortfaktor für Handel, Gastronomie, Dienstleistungen und Tourismus. Eine attraktive Innenstadt sichert Arbeitsplätze, stärkt die Kaufkraft vor Ort und sorgt für wichtige Gewerbe- und Steuereinnahmen. Der Zustand einer Innenstadt ist immer auch ein Spiegel der wirtschaftlichen Stärke einer Kommune.


Die CDU-Fraktion fordert deshalb einen verbindlichen, moderierten Masterplan für das gesamte Quartier mit einem klaren Zeitplan und definierten Entwicklungszielen. Eine Entwicklung dieser Größenordnung darf nicht Stückwerk sein, sondern muss aus einem Guss gedacht werden. Wir brauchen ein attraktives Nutzungskonzept, das Wohnen, Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Kultur und öffentliche Aufenthaltsqualität sinnvoll miteinander verbindet.


Für die kommenden Jahre sehen wir mindestens zwei große Zukunftsaufgaben für Bitburg: die nachhaltige Entwicklung einer starken und lebendigen Innenstadt sowie die Umsetzung des Projektes Housing. Beide Themen werden die Zukunft von Bitburg über Generationen begleiten.